Saab muss Gläubigerschutz beantragen

Datum: 07.09.2011
Der Autobauer Saab steht mit dem Rücken zur Wand. Um das drohende Ende des Konzerns zu verhindern, beantragten die Schweden nun Gläubigerschutz. Der schützt das Unternehmen immerhin vor eventuellen Insolvenzanträgen und bietet die Möglichkeit, sich unter dem Kommando eines Zwangsverwalters neu aufzustellen.

Diese freiwillige Rekonstruktion ist nach Ansicht des Managements im Rahmen der gegebenen finanziellen Bedingungen die beste Option. Denn so gewinne man genug Zeit um sich zu stabilisieren und nötige Mittel über die beiden chinesischen Autofirmen Pang Da und Youngman zu beschaffen. Externe Experten beurteilen die Lage allerdings deutlich skeptischer und sehen keine Alternative zum endgültigen Aus.

Allein im ersten Halbjahr 2011 fuhr der Konzern aus Trollhättan nördlich von Göteborg ein Minus von 224 Millionen Euro ein. Er entwickelt sich immer mehr vom hochpreisigen Nischenmodell zu einem Ladenhüter. In Deutschland wurden in den ersten acht Monaten dieses Jahres lediglich 449 Fahrzeuge der Schweden abgesetzt. Weltweit konnten im ersten Halbjahr 2011 auch nur 13.000 Fahrzeuge verkauft werden.

Saab war von 2000 bis 2010 eine Tochtergesellschaft des US-Autogiganten General Motors uns musste 2009 schon einmal Gläubigerschutz beantragen. Ein Jahr später übernahm der kleine niederländische Sportwagenbauer Spyker Cars die Führung in Trollhättan.
Quelle: autohaus.de vom 7.9.11