Saarbrücker Zeitungsgruppe geht an Rheinische Post

Datum: 10.09.2012
Ein großer Deal im deutschen Zeitungswesen scheint perfekt. Sollte das Bundeskartellamt zustimmen, steigt die Rheinische Post zu einem der umstzstärksten Regionalzeitungshäuser in der Bundesrepublik auf. Sie hat sich mit der Gesellschaft für staatsbürgerliche Bildung Saar mbH (GSB) auf eine mehrheitliche Übernahme der Saarbrücker Zeitungsgruppe geeinigt. Zum Kaufpreis vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Die GSB hatte erst zum August von Holtzbrinck Anteile an der Saarbrücker Zeitung übernommen, aber immer klar herausgestellt, dass langfristig kein Engagement geplant sei. Nun sollen bis Jahresende alle Anteile an die Rheinische Post Mediengruppe weitergereicht werden.

Zu den Saarländern gehören neben der Saarbrücker Zeitung auch der Trierische Volksfreund, der Pfälzische Merkur und die Lausitzer Rundschau mit einer Gesamtauflage von etwa 330.000 Exemplaren. Der Umsatz betrug zuletzt 320 Millionen Euro. Bei der Rheinischen Post plant man nach dem Kauf mit einem Gesamtumsatz von mehr als 800 Millionen Euro.
Quelle: handelsblatt.com vom 8.9.12