Saargummi wird an chinesischen Investor verkauft

Datum: 10.05.2011
Aufatmen beim insolventen Autozulieferer Saargummi. Die durch Betriebsrat und Gewerkschaft vertretenen Arbeitnehmer haben sich mit dem chinesischen Staatsunternehmen CQLT geeinigt. Ein Vorvertrag macht nun den Weg für eine Übernahme durch den Konzern aus dem Reich der Mitte frei. Noch letzten Mittwoch hatte die Arbeitnehmerseite die Gespräche für gescheitert erklärt.

Ein Umdenken hat sicherlich auch die Haltung der Gläubigerbanken eingeleitet, die klar machten, dass für sie die beiden anderen Bieter, die indische Ruia Group und die polnische Boryszew, nicht infrage kämen. Aber auch CQLT hat entscheidend nachgebessert. So gibt es jetzt eine für fünf Jahre gültige Standort- und Beschäftigungsgarantie. Zudem bedürfen betriebsbedingte Kündigungen nun immer der Zustimmung des Betriebsrates.

Damit kann es an den deutschen Standorten Wadern-Büschfeld und Losheim weitergehen. Zumal CQLT in Wadern auch seine ursprüngliche Zusage für Investitionen in Höhe von 11 Millionen Euro auf 15 Millionen Euro erhöht hat.

Saargummi war Ende 2010 in die Insolvenz gerutscht, die maßgeblich durch den drei Jahre zuvor erfolgten Einstieg des Finanzinvestors Odewald & Compagnie ausgelöst wurde. Saargummi erreichte im letzten Jahr 360 Millionen Euro Umsatz. CQLT zahlt dem Vernehmen nach gut 60 Millionen Euro. Die Verträge müssen allerdings noch unterzeichnet werden.
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