Schweizer zeigen Interesse an Hertie

Datum: 02.03.2009
Aufhorchen bei den Hertie-Mitarbeitern. Der Schweizer Loeb-Konzern hat offenbar Interesse an einer Übernahme der insolventen Kaufhauskette Hertie. Allerdings verlangen die Berner eine Bürgschaft von 50 Millionen Euro vom Land Nordrhein-Westfalen und noch einmal die gleiche Summe von einigen anderen Bundesländern mit Hertie-Filialen.

Das Insolvenzverfahren für die angeschlagene ehemalige Karstadt-Tochter wurde heute am Amtsgericht Essen eröffnet. Von den ehemals 73 Niederlassungen gibt es wohl für 19 keine Rettung. Sie schlossen entweder in den letzten Tagen ihre Pforten oder sollen in Kürze dicht gemacht werden. Die übrigen 54 Filialen mit insgesamt rund 2.800 Beschäftigten könnten jedoch - so sehen es zumindest die Pläne der Schweizer vor - mit einem neuen Konzept als Kaufhaus für die Frau ab 30 weiter betrieben werden.

Loeb ist ein traditionsreiches, seit 1881 bestehendes Berner Unternehmen, das über Warenhäuser an sechs Standorten verfügt.
Quelle: Rheinische Post (rp-online.de) vom 2.3.09