Südbrandenburger Nahverkehr neu geregelt

Datum: 01.08.2008
Heute übernahm der europaweit agierende Verkehrsdienstleister Arriva die Südbrandenburger Nahverkehrs GmbH. Die Weichen dafür wurden bereits im Juni gestellt, als der Landkreis Oberspreewald-Lausitz sich nach einer mehrstufigen Ausschreibung für das Angebot der Arriba entschied.

Das soll dem Landkreis in wirtschaftlicher Hinsicht Vorteile durch die Ersparnis von jährlich gut einer Million Euro für den Betrieb des Verkehrsangebotes bringen. Auch die soziale Komponente konnte die Entscheidungsfinder bei Arriba am meisten überzeugen. Alle befristeten Arbeitsverhältnisse werden zu unbefristeten. Neben den 120 Angestellten werden auch alle Auszubildenden übernommen. Und bis 2017 werden betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen.

Zudem möchte Arriba das zur Zeit mit 79 Fahrzeugen betriebene Busnetz deutlich ausbauen und das Angebot für die Fahrgäste erweitern. Trotz der Privatisierung behält der Landkreis durch die verbindliche Bewertung der Qualität Einfluss auf die Gestaltung des regionalen ÖPNV. Arriva, deren deutsche Zentrale in Bayern liegt, belässt den Firmensitz in Senftenberg. Im europäischen Raum ist das Unternehmen mit Hauptsitz in England in 12 Ländern vertreten und beschäftigt über 38.000 Mitarbeiter.
Quelle: niederlausitz-aktuell.de vom 20.6.08