Spieleentwickler JoWooD wird zum Sanierungsfall

Datum: 10.01.2011
Seit geraumer Zeit befand sich der österreichische Computerspiele-Entwickler JoWooD in finanziellen Schwierigkeiten. Nachdem Verhandlungen mit potenziellen Geldgebern und damit auch eine unumgängliche Neuaufstellung gescheitert waren, zog das Management nun die Reißleine. Und meldete ein Sanierungsverfahren an.

Den Gläubigern wird dabei eine Quote von 20 Prozent angeboten. Auf den Rest sollen sie verzichten. So hofft man, dem Tod noch einmal von der Schippe zu springen. Der Handel der Aktie an der Wiener Börse wurde vorerst ausgesetzt. Die 90 Mitarbeiter sollen zunächst weiterarbeiten. Ein neuer Investor soll möglichst innerhalb der nächsten 90 Tage gefunden werden.

Denn weit reichende Veränderungen tun dringend not, wenn der Entwickler von Strategie-, Adventure- und Rollenspielen für PCs und Spiele-Konsolen noch eine Chance haben will. Allein für die ersten neun Monate des gerade vergangenen Jahres steht ein Verlust von 25 Millionen Euro zu Buche. Und das bei einem vergleichsweise geringen Umsatz von 6,4 Millionen Euro.
Quelle: kurier.at vom 7.1.11