Spinnerei Neuhof geht trotz schwarzer Zahlen in Insolvenz

Datum: 19.02.2010
Am Dienstag hat die Spinnerei Neuhof Insolvenz angemeldet. Unter den knapp 230 Besch├Ąftigten hat sich schnell Unmut ├╝ber diesen Schritt der Eigent├╝mer breit gemacht. Das Unternehmen ist zwar unverschuldet, konnte aber die laufende Kosten nicht mehr abdecken. Ein Kredit ├╝ber 1,6 Millionen Euro w├╝rde die Bank dem Unternehmen zwar gew├Ąhren, die Holding-Aktion├Ąre waren jedoch nicht dazu bereit, eine Ausfallb├╝rgschaft in H├Âhe von 250.000 Euro zu unterschreiben. Sie argumentieren, dass das Unternehmen schon seit mehreren Jahren nur noch aufgrund der regelm├Ą├čigen Finanzspritzen existiere.

Der Betrieb l├Ąuft derzeit weiter. Vorl├Ąufiger Insolvenzverwalter ist Joachim Exner von der Kanzlei Dr. Beck und Partner. Das Unternehmen solle erhalten bleiben, aber zuk├╝nftig weniger Angestellte besch├Ąftigen. Der Chef der Eigent├╝mer-Holding, Dieter Laubmann, sieht gute Zukunftschancen f├╝r das Unternehmen mit 180 oder 170 Angestellten, wie er gegen├╝ber der Frankenpost erl├Ąuterte.

Die Spinnerei in Hof wurde 1896 gegr├╝ndet und befindet sich seitdem in Familienbesitz. Unter den f├╝nf Gr├╝ndern befand sich auch Karl Laubmann, der Urgro├čvater vom heutigen Vorstandsvorsitzenden Dieter Laubmann. Das Unternehmen stellt Garne und Zwirne aus Chemiefasern, Zellwolle und Mischfasern f├╝r die Bereiche Heimtextilien, M├Âbelstoffe, Automobil sowie technische Gewebe her.
Quelle: Frankenpost