Strabag steigt bei Kirchhoff ein

Datum: 12.03.2008
Das Straßenbauunternehmen Strabag SE hat 85 Prozent der Anteile an der ebenfalls im Straßenbau tätigen F. Kirchhoff AG erworben. Möglich wurde das Geschäft durch eine am 6. März auf einer außerordentlichen Hauptversammlung von Kirchhoff beschlossene Kapitalerhöhung. Sollten die Kartellbehörden zustimmen, ist der Deal rückwirkend zum 1. Januar 2008 gültig.

Kirchhoff ist in Deutschland das drittgrößte Unternehmen in seiner Branche. Schwerpunkt der Tätigkeiten ist der baden-württembergische Raum. Branchenprimus ist bereits vorher schon Strabag gewesen, die allerdings im Südwesten der Bundesrepublik bisher kaum aktiv waren. Somit ergänzen sich beide Firmen sehr gut. Darüber hinaus wird Strabags Marktführerposition in Deutschland dadurch weiter gefestigt. Die Selbständigkeit von Kirchhoff soll dabei nicht nur erhalten werden; das Unternehmen soll in großem Maße expandieren.

Ein weiterer Vorteil für Strabag liegt im Ausbau der Rohstoffbasis. Zu Kirchhoff gehören 15 Werke zur Gewinnung von Kies, Splitt und Schotter sowie 34 Asphalt- und Betonmischanlagen zur Verarbeitung der gewonnenen Rohstoffe. Kirchhoff beschäftigt ungefähr 1.600 Mitarbeiter, die im Jahr 2007 eine (konsolidierte) Bauleistung von mehr als 350 Millionen Euro erzielen konnten.

Strabag erwirtschaftete im gleichen Zeitraum mit etwa 60.000 Mitarbeitern einen Umsatz von fast 11 Milliarden Euro. Dabei bilden Österreich und Deutschland das Schwerpunktgebiet der Aktivitäten. Über diverse Tochtergesellschaften ist Strabag in sämtlichen ost- und südosteuropäischen Ländern, in einigen westeuropäischen Regionen, in Arabien sowie in Kanada, Chile, China und Indien vertreten.
Quelle: manager-magazin.de / Pressemitteilung von Strabag