Stuttgart und EnBW teilen sich städtisches Wassernetz

Datum: 19.03.2009
Die Stadt Stuttgart hat sich mit dem Energieversorger EnBW über die Modalitäten der zukünftigen Wasserversorgung in der Landeshauptstadt geeinigt. Diese lag seit 2002, als alle städtischen Energieaktien an die EnBW verkauft wurden, in den Händen des Karlsruher Konzerns.

Vereinbarungsgemäß soll die EnBW Regional AG (REG) zügig eine neue Gesellschaft, die Stuttgarter Wasserversorgung (SWV) gründen und in diese auch die beiden Drittelanteile an der Bodensee- und der Landeswasserversorgung, die für die Heranführung von Trinkwasser für die schwäbische Metropole zuständig sind, einfließen lassen. Zum Januar 2010 wird dann die Stuttgarter Versorgungs- und Verkehrsgesellschaft die Hälfte der Anteile an der SWV übernehmen.

Dafür gehen rund 80 Millionen Euro an die EnBW. Gleichzeitig erwirbt die Stadt damit auch das Recht alle Anteile zu kaufen, wenn sich an der bestehenden Eigentümerstruktur des Energiekonzerns, dessen Aktien aktuell mehrheitlich in öffentlich-rechtlicher Hand liegen, etwas verändern oder die EU einen Zuwachs kommunaler Gesellschafteranteile verlangen sollte. Die neue Gesellschaft wird zunächst einen Konzessionsvertrag bis Ende 2024 erhalten.
Quelle: stuttgarter-zeitung.de vom 18.3.09