Synlab-Gruppe vergrößert sich mit MVZ Leverkusen

Datum: 06.09.2010
Das Medizinische Versorgungszentrum MVZ aus Leverkusen hat einen neuen Besitzer. Mit dem Augsburger Labordiagnostikunternehmen Synlab, das die Übernahme am Freitag bekannt gegeben hat, gehören die rund 1.000 MVZ-Angestellten nun zu einem der Branchenriesen. Es wird geschätzt, das sich der Deal im mittleren zweistelligen Millionenbereich bewegt. Ein weiterer Kaufinteressent, die französische Firma Labco, ist damit aus dem Rennen. Auch das Institut für Mikrobiologie und Laboratoriumsdiagnostik in Gauting bei München geht an Synlab.

Die Synlab-Gruppe möchte mit diesem Schritt ihre Marktposition in Nordrhein-Westfalen, dem Bundesland mit den meisten Einwohnern in Deutschland, entscheidend verbessern. Die bisherige Geschäftspolitik der Führung von regionalen Labors und spezialisierten Kompetenzzentren werde weitergeführt und sinnvoll ergänzt, erläuterte der Geschäftsführer der Augsburger Laborgruppe.

Aber auch die Mitarbeiter des MVZ-Laborverbundes würden von dem Zusammenschluss der Unternehmen profitieren, denn sie könnten in Zukunft am umfassendem fachlichem Know-how und an der Reputation von Synlab teilhaben. Zum Synlab-Verbund gehören insgesamt 175 Labore und rund 4.500 Mitarbeiter. Das Unternehmen verzeichnete zuletzt einen Jahrsumsatz von etwa 430 Millionen Euro. Neben Deutschland ist Synlab auch in der Schweiz, Italien, Österreich und Tschechien mit Niederlassungen vertreten.

Das MVZ mit Hauptsitz am Klinikum Leverkusen erwirtschaftete im vergangenen Jahr ungefähr 80 Millionen Euro, davon rund 60 Prozent mit seinen Krankenhaus-Laboren. Der Verbund hat weitere Niederlassungen in Köln, dem Bergischen Land und Berlin sowie rund 60 Filialen in Krankenhäusern von Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Hessen Niedersachsen, Hamburg und Berlin.
Quelle: Ksta.de vom 03.09.2010