Telekom verkauft Vivento

Datum: 24.10.2007
Die Deutsche Telekom trennt sich von ihrer Tochter Vivento Technical Services (VTS). Der Dienstleister, der Fest- und Mobilfunknetze aufbaut und wartet, soll Anfang 2008 vom Netzwerkausrüster übernommen werden. Zum Kaufpreis wurden keine offiziellen Angaben gemacht. Allerdings berichtet die Nachrichtenagentur Reuters, die Telekom habe einen signifikanten Betrag dazu geben müssen, damit die Tranaktion zustande kommt und beruft sich dabei auf "eine mit der Situation vertraute Person"

Für die etwa 2.000 VTS-Mitarbeiter gilt den Angaben zufolge nach dem Betriebsübergang ein Kündigungsschutz von einem Jahr. Danach ist schon jetzt ein Stellenabbau in ungenanntem Ausmass vorgesehen. VTS soll künftig als 100-prozentige Tochter von NSN in Deutschland geführt werden und Serviceleistungen für die Telekom im Wert von rund 300 Millionen Euro in den nächsten fünf Jahren erbringen.

Nokia Siemens Networks (NSN) ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Siemens-Konzerns und des weltgrößten Handy-Herstellers Nokia. Mit der Übernahme strebt NSN die Marktführerschaft für ausgelagerte Service-Leistungen in Europa an. Der wichtigste Servicepartner der Telekom wird Nokia Siemens damit ohnehin.

Vivento Technical Services gehörte bisher zur konzerneigenen Beschäftigungsgesellschaft Vivento mit rund 11.000 Mitarbeitern. Dazu zählt neben der 2004 gegründeten VTS unter anderem auch die Vivento Customer Services (VCS), die sich um Kundenservice und Vertrieb kümmert.
aus der VCS wiederum wurden erst im Mai diesen Jahres fünf Call Center mit rund 1.100 Beschäftigten an die Bertelsmann-Tochter Arvato verkauft.
Und davor (im vergangenen Dezember) waren fünf Call-Center-Standorte mit rund 650 Mitarbeitern an die Walter TeleMedien-Gruppe gegangen.
Insgesamt will sich die Telekom bis Ende 2008 von 32.000 Mitarbeitern trennen.

In Deutschland zählte der Bonner Konzern zuletzt noch rund 160.000 Beschäftigte, weltweit etwa 240.000.
Quelle: Pressemeldungen