Verkauf von Müller-Brot vorerst gescheitert

Datum: 04.04.2012
Letzte Woche berichteten wir noch über eine vermeintlich feststehende Transaktion. Den Rückkauf von Müller-Brot durch den ehemaligen Besitzer Klaus Ostendorf. Nun folgte eine erneute Rolle rückwärts. Obwohl der Gläubigerausschuss den Deal mit Ostendorf bereits beschlossen hatte, ist er nun in letzter Sekunde geplatzt.

Ein Sprecher Ostendorfs schob dafür dem Insolvenzverwalter Hubert Ampferl den Schwarzen Peter zu. Denn der habe in den Verhandlungen immer wieder vermeintlich bereits geklärte Punkte aufs Tableau gebracht, weshalb die Ausgestaltung des Kaufvertrages letztlich abgebrochen wurde. Zudem auch die öffentliche Kritik Anlass dazu gegeben habe, das Geschäft noch einmal zu überdenken.

Und vielleicht ist genau das der Kern des Problems. Denn ein Rückkauf von Ostendorf, der das Unternehmen in die Pleite geführt hatte und zudem für schwerste Hygienemängel verantwortlich war, die letztlich zu einer Stilllegung der Produktion durch die zuständigen Aufsichtsbehörden führten, ist schwer vermittelbar. Vor allem, weil er lediglich 400 der gut 1.100 Beschäftigten übernehmen will. Nun kommt wohl das zweite Angebot der Bäckerei Höflinger zusammen mit Evi Müller, der Tochter des Müller-Brot-Gründers, wieder ins Spiel. Zumal das die Übernahme der meisten Mitarbeiter beinhaltet.
Quelle: ftd.de vom 3.4.12