Weener Plastik geht an Beteiligungsgesellschaft

Datum: 07.02.2012
Amerika statt Ostfriesland könnte es künftig bei Weener Plastik heißen. Oder auch Wachstum und umfangreichere internationale Ausrichtung statt Provinzcharme. Zumindest verspricht - etwas überspitzt formuliert - der neue Investor das den 1.200 Mitarbeitern des Verpackungsherstellers aus Weener in Ostfriesland. Der heißt Lindsay Goldberg Vogel und kommt aus Düsseldorf, hat aber mit der New Yorker Private Equity-Gesellschaft Lindsay Goldberg noch eine starke Mutterfirma im Rücken.

Bei Weener suchte man bereits seit einiger Zeit nach einem Investor, da die Familien Schröder, Büttner und Steiner als Aktieninhaber des nicht an der Börse gelisteten Unternehmens sich zu einem Verkauf entschlossen hatten. Allerdings fehlt bislang noch die Zustimmung des Bundeskartellamtes mit der aber bis Mitte nächsten Monats gerechnet wird.

Zum Kaufpreis wollten sich die Beteiligten nicht äußern. Die IG Metall, als Gewerkschaft traditionell skeptisch bei Firmenkäufen durch Finanzinvestoren, wollte zum Deal nichts sagen, sondern erst einmal abwarten wie sich die Lage entwickelt für die 450 Mitarbeiter am Stammsitz in Weener und 750 Beschäftigte in den Werken in Spanien, Irland, Ungarn, Russland, Brasilien, Mexiko und den USA.
Quelle: oz-online.de vom 7.2.12