Windkraftzulieferer Siag Schaaf ist pleite

Datum: 19.03.2012
Siag Schaaf ist zahlungsunfähig. Deshalb stellt das Unternehmen aus dem Westerwald heute beim Amtsgericht Montabaur einen Antrag auf Insolvenz. Rund 1.800 Mitarbeiter an elf Standorten sind davon betroffen. Überraschend kommt die Pleite nicht. Schon im Februar meldete die Geschäftsführung, dass die Reserven im Grundkapital praktisch aufgebraucht seien. 2010 gingen die Umsatzzahlen um ein Fünftel auf 144 Millionen Euro zurück. Als Grund wurden Verzögerungen in mehreren Projekten genannt.

Im letzten Sommer platzierte man zwar noch einmal eine Anleihe für 50 Millionen Euro. Aber auch dieses Geld ist längst weg. Immerhin ist wohl die vor zwei Jahren zugekaufte Tochter Siag Nordseewerke in Emden mit ihren 700 Beschäftigten nicht von der Insolvenz betroffen. Siag blickt auf eine bis 1921 zurückreichende Geschichte als Stahlbauer, der sich erst in jüngerer Zeit zu einem Hersteller von Windkrafttürmen und Komponenten entwickelte. Hauptgesellschafter sind mit 76,6 Prozent Rüdiger Schaaf und seine Frau Dagmar. Die übrigen Anteile hält die zur BayernLB gehörende Deutsche Kreditbank AG.
Quelle: n-tv.de vom 19.3.12