Wirth komplett zu Aker

Datum: 16.02.2009
Die Wirth Maschinen- und Bohrgeräte-Fabrik GmbH wird eine hundertprozentige Tochter des nowegischen Aker Konzerns. Bereits im August 2007 hatte sich Aker 50 Prozent der Anteile am Erkelenzer Bohrmaschinenhersteller gesichert. Die anderen 50 Prozent werden jetzt in mehreren Schritten übertragen. Zum Monatsende gehen zunächst 25,1 Prozent an die Skandinavier. Die übrigen 24,9 Prozent folgen sukzessive in den nächsten Jahren.

Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht. Die beiden bisherigen Wirth-Geschäftsführer Christoph Kleuters und Wilfried Kroppen treten als Verkäufer auf. Sie sollen auch weiterhin ihrer bisherigen Tätigkeit nachgehen und für eine Intergation in den Aker Konzern sorgen. Der Standort Erkelenz, an dem bislang rund 500 Personen beschäftigt sind, soll weiter ausgebaut werden. Noch in diesem Jahr könnten bis zu 40 neue Arbeitsplätze entstehen. In den vergangen Jahren wurden bereits gut 10 Millionen investiert. Weitere 23 sollen in den nächsten drei Jahren folgen.

Die Auftragsbücher bei Wirth sind gut gefüllt. 2008 stieg der Umsatz erstmals auf über 200 Millionen. Für 2009 sind 140 Millionen im Bereich Erdöl und 70 Millionen im Bereich Tunnelbohrmaschinen, Bergbau und Konstruktion eingeplant. Die Maschinen von Wirth kommen vor allem im Gründungsbau für Infrastruktur-Projekte, in der Erdöl- und Erdgas-Industrie sowie als Pumpensysteme im Bergbau und in der verarbeitenden Industrie zum Einsatz.

Aker ist ein weltweit tätiger Konzern mit verschiedenen Schwerpunkten. Dazu gehören die Industriezweige Öl und Gas, Raffinerien, Metallproduktion, Biotechnologie und Arzneimittel. 2006 setzte das in Oslo angesiedelte Unternehmen mehr als 8 Milliarden US-Dollar um.
Quelle: Aachener Zeitung (az-web.de) vom 13.2.09