Woolworth geht an Argyll

Datum: 31.10.2007
Der britische Finanzinvestor Argyll Partners übernimmt die Kaufhauskette Woolworth.

Zeitgleich mit dem Verkauf der Warenhäuser an Argyll wurde ein Teil der Immobilien von Woolworth an eine Tochter des amerikanischen Finanzinvestors Cerberus verkauft. Im Sale-and-Lease-Back Verfahren wird Cerberus die Objekte an Argyll zurückvermieten. Mit dem Geld aus dem Immobiliendeal will Argyll die Finanzierung einer Neuausrichtung von Woolworth finanzieren.

Nach Standorten ist Woolworth die größte deutsche Kaufhauskette. Die 330 Standorte haben Verkaufsflächen zwischen 350 und 6.000 m2. Und genau das ist das Problem. Wie will man da eine gewisse Standardisierung hinbekommen.

Wie "DIE WELT" erst vor kurzem berichtete, arbeitet ein Viertel der Standorte unrentabel. Das verwundert kaum angesichts der Größe der Läden und der Konkurrenz durch Discounter, Sonderpostenmärke, Tetxildiscounter und große Verbrauchermärkte.

Obwohl Woolworth eher in kleinen Städten und in Stadtteilzentren präsent ist, muss dies kein Nachteil sein. Auch der hohe Textilanteil ist nicht unbedingt von Nachteil. Entscheidend wird es sein, ob Argyll es schafft Woolworth ein neues Profil zu geben.

Zur deutschen Woolworth gehören auch Standorte in Österreich. Der englische und amerikanische Ableger sind rechtlich unabhängig und haben nichts mehr mit der deutschen Woolworth zu tun.
Quelle: AFP