Zulieferer Freudenberg vor Abgabe der Dichtungssparte

Datum: 14.07.2010
Die Freudenberg-Gruppe mit Hauptsitz in Weinheim plant den Rückzug aus dem Segment der Automobil-Erstausrüstung. Dies verkündete das Unternehmen am Montag. Das Zylinderkopf- und Abgasdichtungsgeschäft soll an den Zulieferer ElringKlinger veräußert werden. Die Verhandlungen seien bereits fortgeschritten, über den Kaufpreis schwieg man sich aus. Der Vollzug wird zum Oktober erwartet.

Übernommen werden sollen die Freudenberg-Tochtergesellschaft Burgmann Automotive GmbH, ein Teil der Freudenberg-Meillor S.A.S., Frankreich sowie die Oigra Meillor s.r.l. aus Italien. Freudenberg möchte sich in Zukunft auf das Kerngeschäft konzentrieren, das in der Dichtungs- und Schwingungstechnik für Schienenfahrzeuge liegt. Alle Anteile an der Schwab Schwingungstechnik und der Freudenberg Schwab GmbH sollen daher bis August übernommen werden.

Das Abgas-Dichtungsgeschäft sieht man bei ElringKringer in guten Händen, das Unternehmen werde die Potenziale auf diesem Gebiet gut weiter entwickeln. Die verkaufte Freudenberg-Sparte konnte im Krisenjahr 2009 mit 370 Mitarbeitern Umsatzerlöse von 38 Millionen Euro erzielen. Der Käufer ElringKringer erwartet ab 2011 einen positiven Ertrag aus dem Ankauf. ElringKlinger beliefert weltweit Fahrzeughersteller mit Zylinderkopf- und Spezialdichtungen, Gehäusemodulen und Abschirmteilen. In 2009 erzielte die ElringKlinger-Gruppe mit rund 4.200 Mitarbeitern an 28 Standorten weltweit einen Umsatz von 580 Millionen Euro.
Quelle: Welt.de 14.07.2010